Kunst und Architektur trifft Kreativwirtschaft und Immobilien

Aug 7, 2017
Kunst und Architektur trifft Kreativwirtschaft und Immobilien

Die Route Kunst und Architektur, Kreativwirtschaft und Immobilien fasst Ausstellungen, Einzelkünstler und Studenten, die in Industriebrachen Projekte durchführen zusammen sowie alle Firmen der Immobilienwirtschaft wie die CG Gruppe. „Sanierung und Vermarktung sind zwei wichtige Aspekte alter Industrieimmobilien in Leipzig“, sagt Programmkoordinator Moritz Jähnig, „aber auch die Kreativwirtschaft bildet einen wichtigen Einflussfaktor der Industriekultur.“

Beim Deutschen Museum für Galvanotechnik vereinen sich verschiedene Aspekte. Der Verein öffnet das Museum zu den Tagen der Industriekultur und setzt zwei Programmschwerpunkte. Einmal geht es um Traditionspflege: Vorträge zur Galvanotechnik. Andererseits gibt es eine Kunstausstellung. In diesem Jahr bietet plakat-sozial, der Verein zur Förderung visueller Kunst, eine Führung durch eine Plakatausstellung mit Grafiker Jochen Fiedler. Fiedler nimmt schon das zweite Mal an den Industriekulturtagen teil und beschreibt den Zusammenschluss mit dem Museum für Galvanotechnik so: „Zusammen arbeiten ist besser als alleine.“ In seiner Ausstellung zeigt er 30 Plakate und sagt lachend: „Wir wissen ja, dass wir nichts erreichen. Aber wir wollen dem künstlerischen Plakat eine gewisse Aufmerksamkeit zukommt und dafür setzen wir uns ein“, so Fiedler. Am 12. August um 15 Uhr führt er durch die Plakatausstellung im Museum für Galvanotechnik.

Auch durch die seit vielen Jahren leerstehende Glasfabrik in Leutzsch kann man sich im Rahmen der Industriekulturtage sich führen lassen. Die Maschinenfabrik steht exemplarisch für die ostdeutsche Industriegeschichte und deren Auswirkung. Nun soll die Fabrik zum Ort des Diskurses für urbanistische Themen, nachhaltige Stadtentwicklung, Kunst und Ökologie werden und öffnet ihre Pforten für einen ersten Erkundungsgang.